Kunst

Empörung nach Zement-Sanierung an der Chinesischen Mauer

Eines der schönsten Teilstücke der Chinesischen Mauer ist mit ordinärem Zement saniert worden. Fotos der Arbeiten am acht Kilometer langen Xiaohekou-Abschnitt sorgten am Freitag für Empörung im Internet. Die Strecke galt als eine der schönsten an der "wilden" unrestaurierten Mauer, die sich unter anderem durch ihre schiefen und bröckelnden Stufen sowie ungebremsten Pflanzenwuchs auszeichnete.

So weit das Auge reicht, ist nun nur noch ein platter Zementweg zu sehen. Der Xiaohekou-Abschnitt in der Provinz Liaoning im Nordosten des Landes datiert von 1381 aus Zeiten der Ming-Dynastie. Zu der nun erfolgten Zement-Restaurierung schrieb ein Internetnutzer: "Das sieht aus wie die Arbeit von Leuten, die nicht einmal die Grundschule geschafft haben." Genauso gut hätten die Verantwortlichen die Mauer auch sprengen können.

Ein anderer Nutzer kritisierte die "brutale Behandlung von Monumenten, die unsere Vorgänger uns hinterlassen haben". Und er fragte: "Warum reißen wir nicht auch gleich die Verbotene Stadt in Peking ab?"

Quelle: Apa/Ag.

Aufgerufen am 20.11.2018 um 04:46 auf https://www.sn.at/kultur/kunst/empoerung-nach-zement-sanierung-an-der-chinesischen-mauer-1036354

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