Kunst

Grazer Musikverein: Saisonauftakt mit "Cosi fan tutte"

Der Grazer Musikverein bringt zum Auftakt der Saison 2016/17 Mozarts Oper "Cosi fan tutte" am 19. September in den Konzertsaal. Erarbeitet wurde das Projekt von Mitgliedern der Sommerakademie der Wiener Philharmoniker. Der reguläre Konzertbetrieb startet eine Woche später mit einem Klavierabend mit Starpianist Rudolf Buchbinder.

Im Rahmen der Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker arbeiten die Profimusiker im Sommer in Salzburg mit jungen Musikern. Liegt normalerweise der Schwerpunkt auf Kammermusik, so wurde diesmal auch eine - gekürzte - Fassung von "Cosi fan tutte" erarbeitet, bei der junge Sänger und Musiker kammermusikalisch miteinander kommunizieren. Das Ergebnis ist am 19. September im Grazer Stephaniensaal zu sehen und wird von Vinzenz Praxmarer geleitet. "Ich bin sehr stolz darauf, dass sich der Musikverein nach seinem 200. Geburtstag noch intensiver um den talentierten musikalischen Nachwuchs in Österreich kümmern wird. Im Zuge der neu abgeschlossenen Kooperation mit den Wiener Philharmonikern und deren Sommerakademie erfolgt Nachwuchspflege auf allerhöchstem Niveau: Mit einem Kammermusikkonzert im Abonnement und der konzertanten Aufführung von 'Cosi fan tutte' mit jungen Gesangstalenten wird gleichzeitig an unseren erfolgreichen Kammeropernreigen im Musikverein angeknüpft", zeigte sich Musikverein-Generalsekretär Michael Nemeth im APA-Gespräch erfreut.

Mit Rudolf Buchbinder beginnt dann der reguläre Betrieb der Konzerte, wobei Abos derzeit noch für alle Zyklen erhältlich sind. Außer Buchbinder finden sich bei den Solisten-Abenden unter anderem noch Martin Grubinger, Friedrich Kleinhapl und Klavier-Newcomerin Olga Scheps. Der Orchesterzyklus umfasst zehn Konzerte, darunter auch das "Konzert für Menschenrechte". An diesem Abend wird Mischa Maisky mit seinen Kindern Sascha und Lily Maisky Beethovens Tripelkonzert spielen, dann folgt Schostakowitschs "Leningrader Symphonie", Ausdruck von Hoffnung und Überlebenswillen in einer besetzten Stadt im Krieg. Außerdem werden das Kammerorchester Basel, die Wiener Symphoniker, das Orchestra Sinfonica di Mantova und das Swedish Radio Symphony Orchestra zu Gast sein. Zum Gedenken an Nikolaus Harnoncourt gestaltet Michi Gaigg mit dem L'Orfeo Barockorchester einen Abend mit Musik von Mozart.

Bei Sonderkonzerten sind die Opernstars Cecilia Bartoli und Elina Garanca zu Gast, die jeweils einen Soloabend gestalten werden. Auch die Kammerkonzerte bieten auf, was bekannt und gut ist: Das Minetti-Quartett und das Mandelring-Quartett gestalten zusammen einen Abend, der in Mendelssohns Streichoktett mit allen acht Musikern gemeinsam mündet. Weiters sind das Trio Zimmermann, das junge, in Graz gegründete Karklina-Trio, das Trio Maisky, das Philharmonische Sextett und das Artis Quartett zu hören. Auch der Liederabend-Zyklus ist mit Piotr Beczala, Mauro Peter, Adam Plachetka, Christiane Karg und Andre Schuen hochkarätig besetzt.

Für das jüngste Publikum gibt es die Reihe Amabile, bei der unter anderem Timna Brauer Kinderlieder aus Europa vorstellt und der Klassiker "Peter und der Wolf" wieder in einer Aufführung mit Schauspielerin Susanne-Konstanze Weber zu hören sein wird.

Quelle: APA

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