Kunst

Hieronymus Bosch tritt in Salzburg auf

Ein Theaterstück über den genialen niederländischen Maler wird im Schauspielhaus uraufgeführt.

Offenbar ist Hieronymus Bosch selbstbewusst und jähzornig. Denn das Erste, was wir von ihm vernehmen, ist polterndes Zurechtweisen im Bühnenhintergrund. Dabei sind wir schon im dritten Akt des Theaterstücks. Bisher ist nur eine zeitgeistig g'schaftige, ungewollt schwangere junge Kunsthistorikerin erschienen, die mit ihrem Handy fuchtelt und die neueste Monografie über den Maler mit sich schleppt. Eigentlich wollte sie zu einem Kongress über Hieronymus Bosch, doch bleibt sie - im ersten Akt - wegen eines nicht weiter erheblichen Terrorangriffs am Flughafen hängen. So kommt sie mit der Kellnerin der "Juicy Lucy"-Bar ins Reden und ins Saufen. Der beiden Dialog verweist auf Boschs sarkastische Wesen, breitet aber auch allerlei Klischees über die Miesheit der Männer und die sonstige Schlechtigkeit des Lebens aus. Derweil Caroline am Flughafen hängt, spielt sich - im zweiten Akt - der Kongress ab. Auch da erleben wir nur Wissenschafter der bornierten Art.

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