Kunst

Italiens Museen rechnen mit mehr Besuchern als in Frankreich

Die staatlichen italienischen Museen verzeichnen heuer einen größeren Andrang als je zuvor.

Italiens Museen rechnen mit mehr Besuchern als in Frankreich SN/APA (AFP)/ANDREAS SOLARO
Italiens Kunsthäuser erfreuen sich regen Zustroms.

Bis Ende dieses Jahres rechnet Italien mit 45 Millionen Besuchern in seinen 420 staatlichen Museen, teilte Italiens Kulturminister Dario Franceschini am Samstag mit. Das entspricht einem Plus von sieben Millionen Besuchern in drei Jahren. Damit zählen Italiens Museen mehr Gäste als jene in Frankreich.

Das starke Besucherwachstum sei der von der Regierung Renzi beschlossenen Museumsreform zu verdanken, mit der die Autonomie der Museen stark ausgeweitet wurde, sagte der Kulturminister bei einem Seminar in Florenz. Dank der Reform seien Privatspenden für die Kultur stark gefördert worden. "Wir haben bereits 120 Millionen Euro an Privatspenden gesammelt, und das ist erst der Anfang, denn in Italien gibt es noch keine große Tradition im Bereich Mäzenatentum", so der Minister.

"In Italien haben wir kein großes Museum wie den Louvre in Paris oder die National Gallery in London. Wir haben jedoch 420 staatliche Museen, die zehn Prozent aller Museen im Land ausmachen. Wir haben ein Museum, das auf gesamtstaatlicher Ebene verbreitet ist", erklärte Franceschini.

Angebote wie Sonntage mit freiem Eintritt würden von der Bevölkerung reichlich genutzt. Nachdem die Regierung in den vergangenen Krisenjahren stark den Rotstift angesetzt hatte, will Premier Matteo Renzi jetzt wieder verstärkt in Kultur investieren. Vor allem nach den Anschlägen in Paris sei es wichtig, Kultur als Teil der europäischen Identität zu fördern, sagte Renzi.

Quelle: APA

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