Kunst

Kulturminister Drozda lobt neuen Buchhandlungspreis aus

Kommendes Jahr erhalten die fünf besten Buchhandlungen Österreichs insgesamt 50.000 Euro - sollten sie sich beim neuen Buchhandlungspreis bewerben, den Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) am Mittwoch bei der Frankfurter Buchmesse präsentierte. Ab 31. Oktober läuft die Ausschreibung für die neue Auszeichnung, bei der jedes der ausgezeichneten Geschäfte 10.000 Euro und ein Gütesiegel erhält.

Kulturminister Drozda lobt neuen Buchhandlungspreis aus SN/APA/ROLAND SCHLAGER
50.000 Euro Preisgeld an die fünf besten Buchhandlungen.

Bewerben um den vom Bundeskanzleramt und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels ausgelobten Preis können sich alle Buchhandlungen, die ihren Sitz in Österreich haben, inhabergeführt und Mitglied im Hauptverband sind. Ermittelt werden die Gewinner nach Ende der Einreichungsfrist am 9. Jänner von einer multidisziplinären, fünfköpfigen Jury. Kriterien sind unter anderem die Ausgestaltung des Sortiments, der Umgang mit den Vertretern unabhängiger Verlage, die Ausrichtung von Lesungen und Veranstaltungen oder auch die Schaufenstergestaltung. Künftig wird die Auszeichnung jährlich vergeben.

Kulturminister Drozda hob bei der Frankfurter Buchmesse zur Eröffnung des österreichischen Gemeinschaftsstandes die Bedeutung des klein- und mittelständischen stationären Buchhandels hervor. Der neue Preis diene deshalb dazu, "diese wichtigen kulturellen Nahversorger, diese ,Feinkostläden der Buchbranche', zu würdigen und auf ihre Leistungen für die Literatur, die österreichischen Verlage und das literarische Leben in unserem Land hinzuweisen." Derzeit gibt es rund 400 Vollsortimentsbuchhandlungen mit gut 3000 Mitarbeitern.

"Buchhandlungen sind weit mehr als reine Einkaufsstätten und Wirtschaftsbetriebe: Sie sind Orte aktiver Kultur- und Bildungsarbeit, der Inspiration, Entdeckung, Beratung und Begegnung", betonte Drozda. Zugleich wolle man mit der neuen Auszeichnung Anreize für die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle schaffen oder auch die Fortführung von Geschäftsaktivitäten unterstützen.

Der Buchhandlungspreis ist demnach ein Element eines insgesamt elf Mill. Euro umfassenden Maßnahmenpaketes im Literaturbereich, das heuer unter anderem die Anhebung der Stipendien für Autoren um je 200 Euro, eine Neugestaltung der Büchereienförderung oder die Auslobung des am 8. November erstmals verliehenen Österreichischen Buchpreises beinhaltete. Hinzu kommt 2017 eine Valorisierung der Unterstützung der Literaturhäuser und der Literaturvermittler, die um 10 Prozent auf 4,9 Mill. Euro angehoben wird. Diese hervorragende Infrastruktur sei im internationalen Vergleich ein Unikum, zeigte sich Drozda im APA-Gespräch überzeugt: "Da sind wir das herausragende Land in Europa."

Quelle: APA

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