Kunst

Kunst im Grenzraum: Sich fest an die Heimat klammern

"Willkommen in der Europaschutzzone": Der steirische herbst lud zu einer performativen Wanderung entlang der steirisch-slowenischen Grenze. Fängt hier der Balkan an? Und ist die "Goldhaube" in Wahrheit eine Moschee?

Kunst im Grenzraum: Sich fest an die Heimat klammern SN/martin behr

Sammelpunkt für die Grenzwanderung ist das Ottokar-Kernstock-Stüberl in Leutschach. Dort, wo die deutschnationale Gesinnung des spätromantischen Dichters an den Wänden und an der Decke nachlesbar ist. Die deutschen Dokumentartheatermacher Regine Dura und Hans-Werner Kroesinger referieren die Vita des umstrittenen Autors und laden dann zur Busfahrt auf die südsteirische Weinstraße, die zugleich auch die Grenze zwischen Slowenien und der Steiermark bildet. Das Auge sieht Weinhänge im Herbstlicht, die Ohren hören Texte über Schädelvermessungen der Nazis an südsteirischen Schulen und wie weiland Slowenen als "unterwertige Menschen" verunglimpft worden sind.

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