Kunst

Leipziger Dokfilm-Festival: Goldene Taube für Fukushima-Film

Das Leipziger Dokumentarfilmfestival hat am Samstagabend seine Preise verliehen. Im Deutschen Wettbewerb für den langen Dokumentar- und Animationsfilm wurde Thorsten Trimpop für seinen Film "Furusato" über die Nachwirkungen der Nuklearkatastrophe von Fukushima ausgezeichnet.

Eine weitere mit 10.000 Euro dotierte Goldene Taube ging an den ukrainischen Filmemacher Sergei Loznitsa für seinen Streifen "Austerlitz", teilte das Festival mit. Loznitsa hatte für seinen Schwarz-Weiß-Film Besucher von Konzentrationslagern beobachtet. Im Wettbewerb "Next Masters" konnte sich die georgische Regisseurin Mariam Chachia für "Listen to the Silence" über 10.000 Euro Preisgeld freuen. Ihr Film erzählt die Geschichte eines gehörlosen Buben, der durch Tanz eine Ausdrucksmöglichkeit für sich findet.

Insgesamt wurden bei der 59. Ausgabe des Festivals in diesem Jahr 21 Preise vergeben. Mit einem Preisgeld von insgesamt 77.000 Euro ist das Festival nach eigenen Angaben die am höchsten dotierte Leistungsschau für Dokumentarfilm in Deutschland. Das Festival, das schon zu DDR-Zeiten eine Institution war, endet am Sonntag. Alles zusammen waren 309 Streifen zu sehen.

Quelle: Apa/Dpa

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