Kunst

Menschen greifen nach Monstern

Hieronymus Bosch hat viele furchterregende Wesen gemalt. Aus Anlass seines 500. Todestags wird neuerlich gefragt: Was bedeuten sie?

Unverletzlich schön fühlt sich die langhaarige Blonde. Grazilen Schritts und bar jeder Scham begibt sie sich in die Welt hinaus. Genügt ihr das kesse Mäntelchen, um dem Wesen neben ihr die Hand zu reichen? Sie sieht nichts, weil sie keine Zweifel zulässt. Sie spürt nicht, wie eine Schlange mit Grapsch-Armen an ihr hinauf züngelt. Sie merkt nicht, wie unter dem reich besticken, schwarzen Mantel ein Drache nach ihr greift, der sie in eine andere Richtung führt, als sie anstrebt und dessen Licht rußt. Sie erkennt nicht das Monster.

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