Kunst

Mörbisch: Komitee für Wiederbestellung Schellenbergers

Mitte Mai wurde die Intendanz der Seefestspiele Mörbisch neu ausgeschrieben. Begründet wurde dies mit dem Auslaufen des Vertrages von Intendantin Dagmar Schellenberger und der Umwandlung der Seefestspiele vom Verein in eine GmbH. Für Schellenbergers Wiederbestellung setzt sich nun ein Komitee ein, das für die Intendantin Unterschriften sammelt.

Mörbisch: Komitee für Wiederbestellung Schellenbergers SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Schellenberger übernahm im September 2012 die Intendanz.

Die Ausschreibung der Intendantenstelle war im Mai im Amtsblatt der Wiener Zeitung erfolgt, die Bewerbungsfrist endete am 29. Juli. Als man davon erfahren habe, sei man "doch ein bisschen überrascht" gewesen: "Da haben wir uns gedacht, wir wollen etwas tun", sagte der Sprecher des Komitees, der Winzer Franz Schindler, am Donnerstag zur APA.

Darum habe man mit der Sammlung von Unterschriften für die Wiederbestellung begonnen. "Wir wollen ein Zeichen setzen, dass Mörbisch für die Intendantin ist", so Schindler. Die Aktion habe mittlerweile "eine Riesen-Dynamik" bekommen. Anfang kommender Woche will man die gesammelten Unterschriften Kulturlandesrat Helmut Bieler (SPÖ) übergeben, der Präsident des Vereins der Seefestspiele Mörbisch ist. Auch ein Gespräch mit Geschäftsführer Dietmar Posteiner soll es geben.

Der Komitee-Sprecher streut Schellenberger, die im September 2012 offiziell die Mörbisch-Intendanz übernahm, Rosen: Bei Festspielbesuchern sei das Echo "super". Wäre die Liste bei den Vorstellungen aufgelegen, sei er "überzeugt, dass alle Besucher unterschrieben hätten".

"Es ist unsere Meinung, dass sie die künstlerische Leitung innehat"- und die sei auch heuer "großartig", stellte Schindler fest. Dass man marketingmäßig etwas tun müsse, sei evident: "Da sind auch die Geschäftsführung und das Präsidium etwas gefragt", meinte Schindler. Einen Besucherrückgang gebe es nicht nur in Mörbisch, sondern auch bei anderen Festivals.

Jenen, die sich für den Verbleib von Schellenberger als Intendantin engagieren, sei vor allem die menschliche Komponente wichtig, so Schindler. Schellenberger sei beliebt, "weil sie mit allen Vereinen und mit den Menschen Kontakt hat". Man wolle jedenfalls kein schlechtes Verhältnis zum Präsidenten, betonte der Komitee-Sprecher. "Wir wollen nur zeigen, wir sind für die Schellenberger."

Quelle: APA

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