Kunst

Nationalbibliothek erwarb Objekte aus Zuckerkandl-Nachlass

Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) hat einen Teilnachlass von Berta Zuckerkandl erworben. Die Objekte seien kürzlich in Frankreich entdeckt worden, hieß es am Dienstag. Darunter befinden sich neben unveröffentlichten Briefen von Zeitgenossen der jüdischen Intellektuellen wie Raoul Aslan oder Joseph Roth auch 60 Hefte, die Basis für das posthume Erinnerungsbuch "Österreich intim" waren.

Der neu entdeckte Teilnachlass der Journalistin und Schriftstellerin Zuckerkandl, 1864 als Berta Szeps in Wien geboren, tauchten im südfranzösischen Montpellier in "einer seit Jahrzehnten leer stehenden Wohnung" auf. Insgesamt erwarb die ÖNB fünf Kisten, die derzeit im Literaturarchiv bearbeitet werden. Bereits 2012 und 2014 tätigte die Nationalbibliothek Ankäufe, womit sich "der gesamte bisher bekannte Zuckerkandl-Nachlass" in der ÖNB befinde.

Zuckerkandl stand in Wien im Zentrum eines künstlerischen, gesellschaftlichen und publizistischen Netzwerkes, das weit über die Stadtgrenzen hinaus reichte. Während des Ersten Weltkrieges setzte sie sich als Friedensaktivistin ein, nach dem "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland floh sie aus dem Land. Zuckerkandl starb wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Paris.

Quelle: APA

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