Kunst

Neue Wirklichkeiten träumen

Max Ernst schuf neue Gedankenräume. Die Galerie Salis widmet ihm ihre Sommerausstellung.

Neue Wirklichkeiten träumen SN/galerie thomas salis
Max Ernst, „La joie de vivre“ (Lebensfreude), 1936, Öl auf Leinwand

Träumerisch und bedrohlich zugleich rankt sich das Gräservolk empor. Manche Pflanzenwesen sind geknickt, andere verweben sich urwaldartig ineinander. In ihrem Dickicht wähnt man befremdliche Gestalten. Das Ölgemälde stammt von Max Ernst (1891-1976), dem deutschen Meister des Dadaismus und Surrealismus. Zeitlebens war er Außergewöhnlichem verschrieben, denn was ihn reizte, war nicht Darstellung der äußeren Wirklichkeit. Vielmehr setzen seine Werke innere Welten in ein Spannungsverhältnis mit dem Betrachter, erschaffen Gedankenwelten und entführen den Rezipienten auf unbekanntes Terrain. Unter dem Titel "Max Ernst. Traumwirklichkeit" widmet die Galerie Salis dem Künstler eine Schau. Anregung war das heurige Wasserzeichen der Salzburger Festspiele, der Traum, in all seiner Vielgestaltigkeit. Zudem zählt der Künstler zu den Favoriten des Hausherrn. Im ersten Stock des Palais Rehlingen am Waagplatz sind nun 22 Werke von Max Ernst zu sehen.

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