Kunst

OFF Theater und Schubert Theater feiern zehn Jahre

Vor zehn Jahren zog das bernhard ensemble ins damalige Theater "Stadtinitiative" ein. Als OFF Theater hat man die Spielstätte in Wien-Neubau seither gemeinsam mit der Märchenbühne "Der Apfelbaum" zu einem Fixpunkt der Wiener Theaterszene geführt. Zehn Jahre feiert man auch im Schubert Theater, das am kommenden Montag zu einer Jubiläums-Eröffnungs-Show lädt.

OFF Theater und Schubert Theater feiern zehn Jahre SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Simon Meusburger (l.) leitet das Schubert Theater.

Im Rahmen einer Pressekonferenz zeichnete das OFF Theater am Mittwoch seine Erfolgsgeschichte nach: Obwohl man bis vor vier Jahren keinerlei Subventionen der Stadt Wien erhalten habe, wurde 2008 mit der White.Box ein zusätzlicher Theaterraum geschaffen. Seit vier Jahren erhält das OFF Theater nunmehr eine städtische Unterstützung von 100.000 Euro im Jahr. Trotz dieser prekären Umstände ist es laut Presseunterlagen gelungen, die Zuschauerzahl von 13.500 im Jahr 2006 auf 20.837 im Jahr 2015 zu steigern. Damit einher geht eine Umsatzsteigerung von 81.000 Euro auf 265.500 Euro im Jahr, von 42 Produktionen 2006 steigerte man sich auf 79 im Jahr 2015. Der Eigendeckungsgrad beträgt 46 Prozent. Insgesamt verzeichnete das OFF Theater in den vergangenen zehn Jahren 173.376 Besucher bei 2.744 Veranstaltungen.

Während in der OFF.White.Box Eigen- und Koproduktionen gezeigt werden, steht die OFF.Open.Box den Programmen der Märchenbühne "Der Apfelbaum" sowie Gastspielen zur Verfügung. Beide Säle fassen je 100 Zuschauer. In der White.Box steht ab 6. Oktober Judit Keris Tanz-Performance "The Queen and the Eggs" auf dem Programm, am 14. Oktober folgt mit "Void" eine Dance & Visual Arts-Performance von Leonie Wahl und Robert Fleischanderl. Das bernhard ensemble bringt ab 4. November die Uraufführung von "Welt.Unter.Melancholia" unter der Regie von Geschäftsführer Ernst Kurt Weigel auf die Bühne. Angekündigt wird ein "mash up aus Jura Soyfers 'Weltuntergang' und Lars von Triers 'Melancholia'". Im weiteren Verlauf der Saison folgt u.a. die Tanztheater-Performance "Invidia" von Grischka Voss (Premiere am 16. März).

Zehn Produktionen in zehn Monaten zeigt das Schubert Theater anlässlich seines Jubiläums. Im Jahr 2006 zog man in das ehemalige Pornokino in Wien-Alsergrund ein und etablierte sich als Figurentheater für Erwachsene. Am 19. September startet man mit einer Jubiläumsshow. Am 21. September wird "Paperman" unter der Regie des Direktors Simon Meusburger wieder aufgenommen. Martina Gredler inszeniert die "Parterre Akrobaten", die ab dem 26. September auf dem Programm stehen. Für den Puppenbau zeichnet hier der vielfach gepriesene Nikolaus Habjan verantwortlich. Am 26. Oktober, dem Nationalfeiertag, folgt die Produktion "Death by Shakespeare", die ins elisabethanische Zeitalter entführt. Zum 400. Todestag Shakespeares bringt man weiters "Richard 3.0" sowie eine Puppenlesung mit Shakespeare-Texten. Ende Oktober und Anfang November steht das Schubert Theater schließlich ganz im Zeichen des "Puppen sterben besser"-Festivals mit "Herr Tod und seine Freunde", "Das Leben ist wie ein Fisch an der Wand" und "5 tragische Weisen eine Frau zu töten". Eine neue Produktion steht für Anfang 2017 an: "Die Geschichte des ehrwürdigen Hauses Schubert auf der Währingerstraße 46".

Quelle: APA

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