Kunst

Pompeji erlebt Renaissance als Touristenmagnet

Vom Verfall zum Touristenboom: Pompeji erlebt eine neue Renaissance.

Pompeji erlebt Renaissance als Touristenmagnet SN/apa (epa)
Pompeji erlebt Renaissance als Touristenmagnet.

Die Ausgrabungsstätte am Fuße des Vesuvs in der Nähe von Neapel feiert eine Rekordzahl an Besuchern. Über drei Millionen Menschen besuchten seit Anfang 2016 die UNESCO-Weltkulturerbestätte, im Gesamtjahr 2015 waren es 2,9 Millionen gewesen.

"Bis vor einigen Jahren berichteten die Medien über Pompeij nur wegen seines Verfalls. Jetzt melden wir über drei Millionen Besucher in einem Jahr. Pompeji ist das Symbol des Neustarts Italiens", sagte Regierungschef Matteo Renzi am Dienstag. "Der Besucherboom bestätigt das positive Image der Ausgrabungsstätte, was dem großen Einsatz von Archäologen, Architekten und Fachkräften zu verdanken ist", betonte Massimo Osanna, Generaldirektor der Ausgrabungsstätte.

Insgesamt wurden seit 2012 für Pompejis Restaurierung von der EU und Italien 105 Millionen Euro bereitgestellt, davon 78 Millionen Euro aus dem Regionalentwicklungsfonds der EU. Ziel der Sanierung war es, die Ruinenstadt als Touristenstandort attraktiver zu gestalten.

Die archäologische Stätte in Süditalien ist kulturell von großer Bedeutung. Bei einem Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus wurde die antike Stadt Pompeji unter meterhohen Aschebergen begraben und dadurch weitgehend konserviert. Tausende Menschen wurden getötet. Nach der Wiederentdeckung der altrömischen Stadt in der Neuzeit waren 44 Hektar der unter dem Auswurf zu großen Teilen gut erhaltenen Stadtanlage freigelegt worden. Sie gelten als Schaufenster in die antike Siedlungsgeschichte.

Quelle: APA

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