Kunst

Produktkultur und Pop-Up-Heuriger: Zehnte Vienna Design Week

Mit einem bunten Verständnis von ästhetischer Produktkultur als elementarer Teil unseres Alltags und mit zahlreichen Specials zur 10. Festivalausgabe beginnt am morgigen Freitag die "Vienna Design Week". Rund 150 Veranstaltungen erstrecken sich über die Woche bis zum 9. Oktober und über ganz Wien. Der dicke Tagesplaner enthält Ausstellungen und Partys, Talks und einen Pop-Up-Heurigen.

Der macht im Innenhof der ehemaligen Bothe & Ehrmann Ausstellungshallen in Wien-Margarethen (heuer auch "Fokusbezirk") auf, wo diesmal die Festivalzentrale untergebracht ist. Thematisch fokussiert man heuer auf Grafikdesign, hat aber auch eine eigene Schiene für Industrial Design und Mobility programmiert. "Außerdem findet das Thema Architektur erfreulicherweise von Jahr zu Jahr mehr Platz im Festivalprogramm", heißt es in der Ankündigung.

Als Teil des Jubiläumsprogramms kehrt das Festival, das von Mitgründerin Lilli Hollein geleitet wird, aber auch an Orte zurück, die schon vor zehn Jahren mit an Bord waren: So präsentiert das Hofmobiliendepot eine Sonderausstellung mit zehn namhaften Designern, die zehn Objekte in Dialog mit habsburgischen Möbeln treten lassen. Das MAK und die Angewandte schmeißen eine Geburtstagsparty. Zum "Spagat zwischen Fachpublikum und breiter Öffentlichkeit" holt man in zahlreichen Workshops und Stadtführungen aus.

Möglich wird das ebenso breite wie dichte Angebot durch die vielen Programmpartner der Design Week - von der TU Wien bis zur Diagonale, die Auswüchse bis zum Designmonat Graz möglich macht, von nahezu sämtlichen Wiener Designern mit ihren Studios bis zum 25 hours Hotel, von der Villa Tugendhat bis zur Kunsthalle. Als Gastland ist heuer Tschechien eingeladen, selbst zu Gast ist die Design Week etwa im Austrian Cultural Forum in New York, bei der Design Biennale London sowie beim World Design Capital in Taipeh. Da wird man auch die umfassende Publikation im Gepäck haben, die zum Jubiläum erscheint - mit Beiträgen internationaler Design-Größen sowie einer Studie, die Effekte des Festivals für den Designstandort Wien quantifiziert.

Die Zahlen des Festivals selbst versprechen jedenfalls ein rosiges zweites Jahrzehnt: Waren im ersten Jahr 2007 noch 12.000 Besucher bei 24 Veranstaltungen dabei, verbuchte man 2015 bereits 35.537 Gäste.

Quelle: APA

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