Kunst

Protest gegen Krassnigg am Reinhardt-Seminar

Nach der umstrittenen Berufung Anna Maria Krassniggs als Regieprofessorin am Wiener Max Reinhardt-Seminar haben die Studierenden ihrem Unmut über die Bestellung lautstark Ausdruck verliehen.

Sowohl Studenten des Seminars als auch von allen 15 deutschsprachigen Schauspielschulen demonstrierten vor der Universität für Musik und darstellende Kunst und forderten eine Neuausschreibung der Professur.

"Wir können die Bestellung nicht akzeptieren und fühlen uns übergangen", so eine Studentin. Auf Schildern war neben den Standorten der Schauspielschulen - etwa Salzburg, Berlin oder Zürich - auch zu lesen: "Puppen sind wir, von unbekannter Gewalt am Draht gezogen."

Und Rektor Werner Hasitschka wurden in Sprechchören attackiert: "Werner, lass' die Kunst in Frieden, Werner, lass' das Machtspiel sein." Hasitschka hatte eine Intendanz des von Studierenden sowie der Berufungskommission und Institutsleiter Hans Hoffer favorisierten Schweizer Regisseurs Stefan Bachmann, die er im September 2013 in Köln antritt, mit den Anwesenheitspflichten in Wien für schwer vereinbar gehalten.

Neben der Hauptforderung einer Neuausschreibung bemängelten die Studierenden auch die Gesprächskultur, der Rektor sei bis heute nicht auf sie zugekommen. "Unsere Wünsche haben nicht gezählt." Gleichzeitig hätten sie von den derzeit zum Theatertreffen in Wien befindlichen Studenten weiterer Schauspielschulen und deren Dozenten Zustimmung in ihren Forderungen erhalten. Krassnigg soll mit 1. Juli die zweite Regieprofessur am Reinhardt-Seminar übernehmen.

Quelle: APA

Aufgerufen am 16.07.2018 um 12:47 auf https://www.sn.at/kultur/kunst/protest-gegen-krassnigg-am-reinhardt-seminar-5972941

Schlagzeilen