Kunst

Saalfelden: Der Jazzhimmel hängt nicht voller Geigen

Ein Omen? Oder war es nur ein kleiner technischer Defekt, der sich beim Jazzfest Saalfelden eben Jahr für Jahr wiederholt?

Saalfelden: Der Jazzhimmel hängt nicht voller Geigen SN/Heinz Bayer
Der norwegische Fiddler Erlend Apneseth.

Er klemmt. Immer wieder. Diesmal war's aber heftig. Und nicht rechts, wie üblich, sondern links. Der Pianist Henry Butler saß schon auf der Bühne. Alles war angerichtet für das letzte Konzert des Festivals 2016 am Sonntagabend - aber Butler leider nicht zu sehen. Denn der Bühnenvorhang im Congress Saalfelden wollte wieder einmal nicht aufgehen. Er "trickste" sogar. Als ihn ein Mitarbeiter der Bühnencrew mit Vehemenz wegzog, schloss er sich umgehend wieder zur Hälfte. Ganz automatisch. Erst Bandleader Steven Bernstein zähmte den Widerspenstigen mit einem kräftigen Ruck und damit war der Blick frei auf das finale Konzert-Highlight. Das bescherte nicht nur hinreißenden Ragtime, Boogie, Swing und Blues, sondern auch unglaublichen Spaß. Es endete mit einer Runde der Bläser samt Chef durch den Saal. Alles in allem war's eine hinreißende Hommage des Trompeters Steven Bernstein und seiner "The Hot 9" an die Musik und den Sound von Größen wie Fats Waller. Jazz, wie er lebendiger nicht sein kann. Alles gut also? Partystimmung? Ja, schon. Aber der Party könnte ein Kater folgen.

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