Kunst

Stefanie Reinsperger: Eine "Wucht" als "Buhlschaft"

Die 28-jährige Schauspielerin wurde innerhalb kürzester Zeit zum Theaterstar.

Stefanie Reinsperger: Eine "Wucht" als "Buhlschaft" SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Die neue „Buhlschaft“: Stefanie Reinsperger.

Die heimischen Theaterbühnen eroberte sie im Sturm, vor Preisen kann sie sich kaum noch wehren, und mit der Entscheidung, im Volks- statt im Burgtheater zu spielen, bewies sie Eigenwilligkeit. Nun ist Stefanie Reinsperger die neue "Buhlschaft" im Salzburger "Jedermann". Es brauche "eine Wucht" für diese Rolle, streute "Jedermann" Tobias Moretti seiner 28-jährigen Gefährtin Rosen.

Bei der Anfrage habe sie "sehr, sehr weiche Knie bekommen", so Reinsperger. Nun sei sie "glücklich und dankbar". Dabei hat die 1988 in Baden bei Wien geborene und mit Diplomateneltern teilweise in London und Belgrad aufgewachsene Schauspielerin in den vergangenen Jahren schon die eine oder andere ungewöhnliche Ehrung erfahren. So wurde sie etwa im Vorjahr als erste sowohl als "Beste Schauspielerin" als auch als "Nachwuchsschauspielerin des Jahres" durch die Fachzeitschrift "Theater heute" ausgezeichnet - für die beiden Burgtheater-Produktionen "Die lächerliche Finsternis" und "Die Unverheiratete".

Reinsperger studierte am Max Reinhardt-Seminar in Wien, wo sie 2011 den Abschluss machte. Von 2011 bis 2014 war sie Ensemblemitglied am Schauspielhaus Düsseldorf, es folgte eine Saison am Burgtheater Wien. Seit September 2015 ist sie am Wiener Volkstheater Ensemblemitglied. In Düsseldorf war ihre erste Rolle die Titelrolle in Medea, es folgten die Eve in "Der Zerbrochen Krug" und die Nora in der Uraufführung des Stückes "Nora3" von Henrik Ibsen/Elfriede Jelinek. Mit Regisseur Dusan David Parizek arbeitete sie auch später erfolgreich zusammen, etwa in "Das Narrenschiff" und in "Selbstbezichtigung" im Volkstheater. Für letztere Produktion wurde Reinsperger heuer für den Nestroypreis in der Kategorie "Beste Schauspielerin" nominiert.

Vor der Kamera stand Reinsperger etwa für David Schalkos Spielfilm "Wie man leben soll" und in seiner Fernsehserie "Braunschlag" (2011), für den Kinofilm "Schossgebete" (2013, Regie: Sönke Wortmann) oder "Licht" (2016, Regie: Barbara Albert). 2016 drehte Reinsperger eine Episodenhauptrolle in der Fernsehserie" Schnell ermittelt", die 2017 ausgestrahlt wird. In dem ORF-Landkrimi "Die Drachenjungfrau" spielt sie neben Manuel Rubey eine Polizistin.

Quelle: APA

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