Kunst

"Tree"-Skulptur soll nicht wieder errichtet werden

Nachdem auf ein umstrittenes Kunstwerk des US-Amerikaners Paul McCarthy in Paris ein Anschlag verübt wurde, soll die aufblasbare Skulptur "Tree" entgegen erster Angaben nicht wieder errichtet werden. Der 69-jährige Künstler fürchte, dass es sonst wieder Ärger geben könnte, wie die Pariser Kunstmesse FIAC, in deren Rahmen das Objekt gezeigt wurde, berichtet.

"Tree"-Skulptur soll nicht wieder errichtet werden SN/APA (epa)/YOAN VALAT
Der Baum wurde einfach "gefällt".

Medienberichten zufolge monieren Kritiker, dass die aufblasbare Skulptur auf dem noblen Vendome-Platz in seiner Form an ein Sex-Spielzeug erinnere. Sie sehen in dem etwa 24 Meter hohen Kunstobjekt einen sogenannten Butt-Plug, also einen Anal-Dildo. In der Nacht auf Samstag ließen Unbekannte die Luft heraus, indem sie die Stromzufuhr der Gebläsemaschine lahmlegten. Die grüne Hülle lag daraufhin in sich zusammengefallen auf dem Platz, an dem sich auch das berühmte Luxushotel Ritz befindet.

Das Kunstwerk hatte bereits am Donnerstag Protest ausgelöst, als es errichtet wurde. Wie die Zeitung "Le Monde" berichtete, schlug ein Mann McCarthy ins Gesicht, als der Künstler die Arbeiten überwachte. Der Stadtrat Jerome Dubus von der konservativen Partei UMP bezeichnete das Werk auf Twitter als Provokation.

Quelle: Apa/Dpa

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