Kunst

Um die Kunstfreiheit toben erneut Konflikte

Zensur: Zwischen Putin-Patrioten und Künstlern gehen in Russland die Wogen hoch.

Um die Kunstfreiheit toben erneut Konflikte SN/afp
Kein Zutritt: Aktivisten erzwangen im September die Schließung einer Ausstellung in Moskau.

Es ist eine schräge Debatte. "Der Teufel lockt immer mit Freiheit", schimpft Alexander Saldostanow, Führer des Motorradclubs "Nachtwölfe", über den Regisseur Konstantin Raikin. "Unter dem Deckmantel der Freiheit wollen diese Raikins das Land in eine Gosse verwandeln." Raikin, Leiter des Moskauer Theaters Satirikon, hatte auf dem Allrussischen Theaterforum die sich häufenden Attacken auf Kunstausstellungen und Theateraufführungen beklagt. "Diese Übergriffe sind gesetzlos, extremistisch, unverschämt, bemäntelt mit Worten wie ‚Patriotismus', ‚Gesellschaft' und ‚Sittlichkeit'." Dahinter seien Bemühungen, die Zensur der Sowjetzeit wieder einzuführen und Russlands Kultur zurück in den Stalinismus zu befördern.

Weiterlesen mit dem SN-Digitalabo

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 23.09.2018 um 01:01 auf https://www.sn.at/kultur/kunst/um-die-kunstfreiheit-toben-erneut-konflikte-922897