Kunst

Universalmuseum Joanneum präsentierte Programm für 2017

Das steirische Universalmuseum Joanneum (UMJ) wird 2017 rund 35 Ausstellungen zeigen.

Universalmuseum Joanneum präsentierte Programm für 2017 SN/APA/ERWIN SCHERIAU
Neue Kunsthaus-Chefin Steiner präsentiert im Juni erste Ausstellungen.

Im Frühling werden Arbeiten von Erwin Wurm und Brigitte Kowanz, die beide 2017 Österreich auf der Biennale in Venedig vertreten, in Graz zu sehen sein. Im Kunsthaus werden im Juni die ersten von der neuen Kunsthaus-Chefin Barbara Steiner kuratierten Ausstellungen eröffnen, wurde am Montag vekündet.

Das steirische Universalmuseum Joanneum hat im zu Ende gehenden Jahr um rund 70.000, bzw. rund 14 Prozent mehr Besucher gezählt, als im Jahr zuvor. "Wir bewegen uns auf einem sehr guten Kurs. Die von uns für 2020 angepeilten 600.000 Besucher jährlich haben wir schon in diesem Jahr erreichen können", wie Direktor Wolfgang Muchitsch hervorhob. Im Oktober habe man die bisher höchste Besucherzahl von 90.226 Personen in einem Einzelmonat erreicht. Muchitsch führte den Zustrom auf "die sehr familienfreundlichen Ausstellungen mit Tierschwerpunkt in diesem Jahr" aber auch Aktionstage und Feste zurück.

Das Programm des Universalmuseum für 2017 ist vielfältig. Es reicht von Ausstellungen der beiden österreichischen Vertreter auf der Biennale von Venedig, Erwin Wurm und Brigitte Kowanz, bis zur Frage "Woran glauben wir" in Schloss Trautenfels (ab April 2017). Präsentiert werden aber auch Porträts von Waldmüller bis Warhol in der Neuen Galerie (Mai 2017) oder Fortpflanzungsstrategien im Tier- und Pflanzenreich, die ab Mai 2017 im Naturkundemuseum im Grazer Joanneumsviertel zu erleben sein werden.

Im Space 01 im Grazer Kunsthaus werde die "andere Wurm-Ausstellung mit unbekannten Seiten des Künstlers", zu sehen sein, kündigte die neue Kunsthaus-Chefin Barbara Steiner an. In der von Günther Holler-Schuster kuratierten Schau sollen performative und partizipative Elemente sowie skulpturale Setzungen "zueinander und zum Haus" in Beziehung gebracht werden (ab dem 23. März). Brigitte Kowanz wird am 27. April eine Lichtinstallation für den Eingangsbereich des Museum im Palais des UMJ in der Grazer Sackstraße präsentieren.

Die Kulturhistorische Sammlung im Museum im Palais wird ab Ende April im zweiten Obergeschoß ihr neues Schaudepot ausstellen. "Wir wollen zeigen, wer wir eigentlich sind", betonte Kuratorin Bettina Habsburg-Lothringen. So wolle man den Reichtum der heute rund 35.000 Musikinstrumente, Möbel, wissenschaftliche und technische Möbel, Gläser, Schmuck, Textilien und schmiedeeisernen Objekte der Sammlung "als dichte Collage Tausender Objekte auf einer Fläche von rund 450 Quadratmetern" zeigen. Ab Mitte Juni können Besucher zudem im ersten Stock in der Ausstellung "Ein Hammerschlag ..." der Wirkungsgeschichte der Reformation in der Steiermark folgen.

Kunsthausleiterin Steiner wird für die Ausstellung "Auf ins Ungewisse" die Entstehungsgeschichte des Kunsthauses nachzeichnen und dabei im Space 01 dem Verhältnis zwischen visionären Ideen und deren tatsächlicher Umsetzung im gebauten Objekt ab 14. September 2017 nachgehen. Zwei Wochen später werden in der ebenfalls von Steiner kuratierten Ausstellung "Graz Architektur" Protagonisten der Grazer Architekturszene ab den 1960er- und 1970er-Jahren gezeigt. Bereits für Ende Juni hat Steiner die koreanische Künstlerin Haegue Yang und den japanischen Künstler Koki Tanaka zu Ausstellungsprojekten nach Graz eingeladen.

Das Festival "steirischer herbst" zeigt zu seinem 50-Jahr-Jubiläum Ende September eine von Luigi Fassi kuratierte Ausstellung in der Neuen Galerie. Parallel zu dieser Jubiläumsschau zieht auch die Neue Galerie ein Resümee aus ihren Beteiligungen am Festival: Kurator Günther Holler-Schuster werde einen Rückblick auf die sogenannten trigon-Ausstellungen geben.

Quelle: APA

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