Kunst

"Zeit für Legenden": Dabeisein ist nicht alles

1936 trat der afroamerikanische Leichtathlet Jesse Owens bei den Olympischen Spielen in Nazideutschland an. Der Film "Zeit für Legenden" erzählt davon.

Zu seiner eigenen Siegesfeier in Washington durfte Jesse Owens als vierfacher Gewinner von Olympiagold nur durch den Dienstboteneingang - weil rassistische Gesetze das in den Dreißigerjahren für Afroamerikaner noch so vorsahen. Allein dieses Detail ist so empörend, dass "Zeit für Legenden" ein zorniges, antirassistisches Manifest sein müsste, ginge es mit rechten Dingen zu. Der Film erzählt die fantastische Laufbahn von Owens (Stephan James), der als Kind noch Baumwolle pflücken musste: seine Collegejahre unter dem patenten Trainer Larry Snyder (Jason Sudeikis), geplagt vom ständigen Rassismus seiner Kommilitonen, nach den ersten atemberaubenden Erfolgen der Neid, die Verführungen der beginnenden Berühmtheit, die sportlichen Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele und die Versuche verschiedener politischer Lager, auf Owens Einfluss zu nehmen.

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