Kultur

Levine verteidigt sich, Martins nimmt Auszeit

Der Star-Dirigent James Levine hat Vorwürfe sexuellen Missbrauchs zurückgewiesen. "Auch wenn die Vorwürfe in jüngsten Presseberichten verständlicherweise verstörend sind, sind sie unbegründet", sagte der 74-Jährige laut Mitteilung, die der "New York Times" vorlag. "Wie jeder, der mich wirklich kennt, unterschreiben wird, habe ich mein Leben nicht als Unterdrücker oder Angreifer gelebt." 

Levine nennt Vorwürfe unbegründet SN/APA (Archiv/AFP)/MIGUEL MEDINA
Levine nennt Vorwürfe unbegründet

Vier Männer hatten dem langjährigen Musikdirektor der Metropolitan Opera zuvor sexuellen Missbrauch vorgeworfen, das renommierte Opernhaus hatte ihn daraufhin zunächst suspendiert. "Meine inbrünstige Hoffnung ist, dass die Menschen mit der Zeit die Wahrheit verstehen werden und ich meine Arbeit mit voller Konzentration und Inspiration weitermachen kann", sagte Levine.

Der ebenfalls mit Vorwürfen sexuellen Missbrauchs konfrontierte langjährige Chef des New York City Ballet, Peter Martins, legte seinen Job unterdessen vorübergehend nieder. Nach anonym per Brief überbrachten Vorwürfen hatte ihn die School of American Ballet vorerst von seiner Lehrtätigkeit entbunden. Beide Einrichtungen hatten eine Untersuchung eingeleitet. Bis diese abgeschlossen sei, nehme der 71-Jährige nun eine Auszeit, berichtete die "New York Times".

Quelle: Apa/Dpa

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