Literatur

4,4 Prozent Jahresminus im Österreichischen Buchhandel

Der Österreichische Buchmarkt bilanziert das abgelaufene Jahr 2020 mit einem Umsatzminus von 4,4 Prozent. Noch dramatischer ist laut den heute bekannt gegebenen Zahlen des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels (HVB) die Lage im stationären Buchhandel, wo ein Umsatzrückgang von 12,8 Prozent zu verzeichnen ist. Zum Vergleich: In Deutschland schloss der stationäre Buchhandel das Jahr mit einem Minus von 8,7 Prozent ab.

Ein Stand der Frankfurter Buchmesse (Archivbild) SN/APA (dpa)/Marc Tirl
Ein Stand der Frankfurter Buchmesse (Archivbild)

Den stärksten Rückgang aller Warengruppen verzeichnet das Segment Reise mit einem Minus von 36 Prozent. Positiv schließt nur das Kinder- und Jugendbuch (plus 2,9 Prozent) ab. "Erster und zweiter Lockdown haben deutliche Spuren hinterlassen", resümiert man im Hauptverband: Inklusive E-Commerce- und Online-Bereich betrage der Umsatzverlust im März 24,3 Prozent, im April gar 31,8 Prozent. Der November-Lockdown - wiederum über alle Verkaufskanäle gemessen - habe sich mit einem Minus von 15,3 Prozent zu Buche geschlagen.

Deutlich positive Bilanzen wurden dagegen im Juni (14,4 Prozent Plus), September (plus 7,9) und Oktober (plus 3,6) verzeichnet. Auch der vergangene Dezember konnte mit einem leichten Umsatzplus von 0,6 Prozent abschließen.

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