Literatur

Bernhard-Literaturfest in Goldegg: Verstörung sucht Zukunft

Beim Fest "Verstörungen" trafen die alten Meister Bernhard und Kafka zusammen - aber es wurde auch viel über die Zukunft geredet.

Ein bisschen überzogen. Das muss nicht verwundern. Reiner Stach stellt ja ein Monster vor. Drei Bände. Tausende Seiten. Davon passt wenig in eine Stunde Lesezeit. Es geht in Stachs Biografie um Franz Kafka, der wiederum nicht zu jenen Schriftstellern gehört, die schnell und leicht erklärt sind. "Ein schrecklich großes Schiff", heißt es in Kafkas "Amerika". Kafkas Werk und auch das von Thomas Bernhard sind Dampfer der deutschsprachigen Literatur. Da kann einiges ins Wanken kommen. Aber nur zeitlich. Und nur dieses eine Mal an den fünf Tagen des Festivals "Verstörungen", das auch bei seiner siebten Auflage ein Lese-Marathon im Schloss Goldegg ist. Sonst läuft im Programm alles nach Plan. Überzogen wird bei diesem "Fest für Thomas Bernhard" erst abends. Dann ist ausgelesen, aber ausdiskutiert und ausgeplaudert und ausgetrunken ist lange nicht alles.

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