Literatur

Buchhandel nach Handelsöffnung "vorsichtig optimistisch"

Der Buchhandel zieht ein "vorsichtig optimistisches" Zwischenfazit zur Öffnung der kleineren Geschäfte seit vergangener Woche. "Es ist aber noch nicht das alte Einkaufsverhalten feststellbar", sagte der Geschäftsführer des Hauptverbands des österreichischen Buchhandels, Gustav Soucek, am Dienstag zur APA. Über die Online-Shops der Buchhändler werde "sehr viel verkauft".

Schwierige Rahmenbedingungen, schlechter April erwartet SN/APA/BARBARA GINDL
Schwierige Rahmenbedingungen, schlechter April erwartet

Nach den coronabedingten Schließungen Mitte März dürfen seit vergangenem Dienstag Geschäfte mit weniger als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche wieder öffnen. Laut Hauptverband ging der Buchhandelsumsatz in Österreich im März um rund 25 Prozent zurück. Der April werde noch "deutlich schlechter sein", erwartet Soucek.

Weil in den Einkaufsstraßen Lokale noch nicht offen haben, fehle die Frequenz. Auch die Kundenberatung mit Mundschutz sei nicht einfach.

Positive Signale gibt es beim Online-Shopping: "Der Buchhandel hat es gut hinbekommen, den Online-Verkauf zu stimulieren", sagte der Verbandsvertreter. Viele Buchhandlungen hätten selbst die Bücher an die Kunden ausgeliefert. "Das war clever."

Die langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus auf die Buchbranche sind laut Soucek derzeit noch nicht abschätzbar. "Auch im Buchhandel und der Buchwirtschaft wird es vielleicht den eine oder anderen erwischen." Man werde aber versuchen, alle zu retten. "Indizien für wirtschaftliche Probleme gibt es aber noch nicht", sagte der Buchhandelsvertreter. Das Geschäft im Herbst und zu Weihnachten könne "noch einiges retten".

Nach der ersten Woche der - teilweisen - Wiedereröffnung vermeldet die Buchhandlungskette Thalia "erfreuliche" Zahlen. Seit der Wiedereröffnung von sechs Buchhandlungen am 14. April und der Ermöglichung von Filialabholung haben sich die Umsätze an den jeweiligen Standorten auf Vorjahresniveau eingependelt, wie es am Dienstag hieß. Dennoch äußert das Unternehmen sein "Unverständnis, warum in Österreich nicht - wie auch bei unseren deutschen Nachbarn - Buchhandlungen von der Flächenbegrenzung ausgenommen sind".

Quelle: APA

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