Literatur

Chilenischer Schriftsteller Sepulveda an Covid-19 gestorben

Der bekannte chilenische Schriftsteller Luis Sepulveda ist tot: Der 70-Jährige sei in Spanien an den Folgen seiner Coronavirus-Infektion gestorben, teilte sein Verlag Tusquets am Donnerstag mit. Sepulveda wurde durch Romane wie "Tagebuch eines sentimentalen Killers" oder Kinderbücher wie "Wie Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte" international bekannt.

Sepulveda musste aus seiner Heimat Chile flüchten SN/APA (Archiv/AFP)/ETIENNE DE MALG
Sepulveda musste aus seiner Heimat Chile flüchten

"Der Alte, der Liebesromane las" war Sepulvedas bekanntester Roman. Das Buch, das wie viele seiner Werke die Umwelt und den Umweltschutz als Hauptthema hat, wurde in fast 50 Sprachen übersetzt.

Aus seiner Heimat Chile hatte er wegen seines Widerstandes gegen die Diktatur von Augusto Pinochet flüchten müssen. Sepulveda, der nicht nur Schriftsteller, sondern auch Filmregisseur, Journalist und politischer Aktivist war, lebte lange Jahre im Exil, vor allem auch in Deutschland. Später zog er nach Frankreich und dann nach Spanien, wo er seit vielen Jahren in Gijón (Asturien) mit seiner Familie lebte.

Der Bestseller-Autor starb nun nach Angaben seines Verlags in Oviedo in Nordspanien an einem Multiorganversagen. Vor rund sechs Wochen war der preisgekrönte Schriftsteller als erster Patient in der Region positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die meiste Zeit lag er den Angaben der Ärzte zufolge auf der Intensivstation und wurde künstlich beatmet.

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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