Literatur

Claudio Magris prüft die Zeit

Wie kann es sein, dass ein alternder Mann sich jünger und agiler fühlt als vor einigen Jahren? Irgendetwas stimmt nicht mit dem Glauben an die Gesetze der Zeit.

<Schriftwechsel14>Buch: Claudio Magris, &#8222;Gekrümmte Zeit in Krems&#8220;, Erzählungen, 96 Seiten, Hanser Verlag, München 2022. </Schriftwechsel14> SN/hanser verlag
Buch: Claudio Magris, „Gekrümmte Zeit in Krems“, Erzählungen, 96 Seiten, Hanser Verlag, München 2022.

Es heißt, die Zeit ist wie ein Fluss. Sie vergeht zwar manchmal schnell und manchmal langsam, doch eigentlich ist sie, jedenfalls für einen einzelnen Menschen, ein endloses, kaum beeinflussbares Kontinuum. Claudio Magris ist ein viel zu kluger, belesener und feinsinniger Autor, als dass er diese Metapher des Stroms der Zeit mit einem plumpen Gegenbeweis ad absurdum führte. Vielmehr teilt der demnächst 83-jährige Triestiner Germanist und Schriftsteller mit den Lesern seiner fünf soeben auf Deutsch erschienenen Erzählungen seine Zweifel am Zeitfluss, ...

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