Literatur

Das Leiden an Einsamkeit wird unterschätzt

Der Jurist Ferdinand von Schirach erzählt von zeitlos Verwundeten, die auf Einsamkeit oder Schrecken absurd reagieren.

 SN/luchterhand

"Die meisten Menschen kennen den gewaltsamen Tod nicht, sie wissen nicht, wie er aussieht, wie er riecht und welche Leere er hinterlässt", merkt Ferdinand von Schirach am Ende seiner soeben erschienenen Sammlung zwölf kleiner Erzählungen an. Der Jurist und Strafverteidiger, der im Vorjahr die Festrede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele gehalten hat, münzt neuerlich sein berufliches Wissen in Lesestoff um. Nach "Verbrechen" aus 2009 und "Schuld" aus 2010 ist "Strafe" der dritte derartige Band.

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