Literatur

Hölderlin-Jahr: Bei Hölderlin kommt die Vernunft an ihre Grenzen

Die Dichtung des Autors höchster Emotionen läuft Gefahr, vereinnahmt zu werden.

Friedrich Hölderlin, Porträt von Franz Karl Hiemer  SN/wikimedia commons/schiller-nationalmuseum und deutsches literaturarchiv in marbach am neckar
Friedrich Hölderlin, Porträt von Franz Karl Hiemer

Hölderlin kennt keine Berührungsangst mit dem Heiligen. Er sucht es, findet es in der Vergangenheit, wenn er die Götter der Antike anruft. Er heiligt die Frauen. In seiner Dichtung steckt ein prägendes Erhabenheitserlebnis. Für ihn bleibt das nicht Attitüde, nicht Bildungsfleiß, nicht sophistisches Spiel für Kenner, sondern blanker Ernst. Der hohe Ton, angelehnt an antike Formen wie asklepiadeische Strophe oder alkäische Ode, drückt seine Nähe zum Heiligen aus.

Damit sieht sich der Dichter auf einsamem Grund. "Die scheinheiligen ...

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