Literatur

Johnson, Strauß und Dickner: Die SN-Buchtipps

Die Buchtipps der Woche, vorgestellt von Anton Thuswaldner.

 SN/dpa-zentralbild

Lindsey Lee Johnson: Der gefährlichste Ort der Welt. Roman. Aus dem amerikanischen Englisch von Kathrin Razum. Geb., 303 S. dtv, München.

Die Pubertät ist ein unsicherer Ort. Jeder muss hier durch mit seiner Verletzlichkeit und Unsicherheit, sich ins Erwachsenenleben vorzuarbeiten. Das ist in der Großstadt nicht anders als in einem kleinen Städtchen in einer Bucht, wo man glauben möchte, dass die Welt noch in Ordnung ist. Unter Jugendlichen aber ist gar nichts in Ordnung. Jeder für sich genommen wirkt durchaus sympathisch und mit seinen Problemen überfordert. Dabei laufen Konflikte ab, die auf die Zerstörung einer Person hinauslaufen können. Tristan fährt mit seinem Fahrrad zur Golden Gate Bridge, um sich in die Tiefe zu stürzen. So etwas macht jemand nicht aus purem Mutwillen. Der Jugendliche fühlte sich verraten, als Calista seinen Liebesbrief auf Facebook postete und ihn damit zum öffentlichen Gespött machte. Fünf Jahre später versucht Calista herauszubekommen, was schiefgelaufen ist. Lindsey Lee Johnson entwirft das Porträt einer Clique, die sich die Welt schönredet und dabei im Innersten zerstört ist. Jugendliche ab 16 werden nicht umhinkommen, sich mit ihrer eigenen Innenwelt zu beschäftigen.

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