Literatur

Krischan Koch: Pannfisch für den Paten

Krischan Koch hat Erfahrung mit Krimis, die unter einem seltsam verschlossenen Menschenvolk spielen und deren Sturheit einem Bewunderung abzuringen vermag.

„Pannfisch für den Paten“. SN/dtv
„Pannfisch für den Paten“.


Was in aller Welt muss ich mir unter "Pannfisch" vorstellen? Am Ende des Buches finden sich ein paar Rezepte, so kriegt man raus, dass es sich dabei um gedünsteten Rotbarsch oder Seelachs handelt. Das passt gut in ein Buch, das in Norddeutschland am Meer spielt. In Nordfriesland geschehen unerhörte Dinge. Windräder sollen errichtet werden, was einen Teil der Bevölkerung, umweltbewusst, wie sie sich zeigt, furchtbar aufregt. In die Idylle von Meer, Sand und Wind bricht sich der Aufruhr eine Schneise. Immerhin geht es um das Überleben der Rotbauchunke, deren Existenz bedroht scheint. Ein Buch über den Bürgerwiderstand also? Keineswegs. Der steht nur am Anfang, um zu zeigen, wie aufgebracht die Stimmung in der tiefen deutschen Provinz ist. Denn wirklich brisant wird es, als es einen Toten gibt. Er hat sein Motorrad in den Sockel eines Windrades manövriert. Weil es nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann, macht sich Polizist Detlefsen an die Arbeit der Aufklärung, und der ist ein vierschrötiger Kerl.

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