Literatur

Monströse Realitäten bei Literaturtagen Sprachsalz

Von monströsen Realitäten, leisen Unglücken und außergewöhnlichen Freundschaften erzählen die Autoren der 17. Auflage der Internationalen Literaturtage Sprachsalz vom 6. bis zum 8. September in Hall in Tirol. Zur diesjährigen Ausgabe wird unter anderem die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller erwartet. Eröffnet wird das Festival von der Tiroler Autorin C. H. Huber.

In Zeiten des sich immer schneller drehenden Bestseller-Rades biete Sprachsalz die perfekte Entschleunigung, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Bei den Literaturtagen gehe es um die ganz individuellen und zeitlosen Leseerlebnisse abseits von Neuerscheinungen und Verkaufsrankings. Neben Hörens- und Lesenswertem von Lyrik bis Prosa sollen auch Querbezüge zu Musik, Wissenschaft und Theater hergestellt werden.

Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller war bereits 2007 zu Gast bei den Literaturtagen. In diesem Jahr stellt sie "Im Heimweh ist ein blauer Saal" vor, der vierte Band ihrer Gedichtcollagen. Müller wird aber auch aus ihrem Roman "Atemschaukel", in dem sie über die politische Verfolgung in Rumänien erzählt, lesen.

Schriftstellerin, Literaturkritikerin und Kabarettistin Elke Heidenreich wird beim Sprachsalz-Club im Stadtsaal - ein in diesem Jahr neuer Veranstaltungsort - über "Der Übergriff der Literatur ins Leben" sprechen. Der Autor Zoltán Danyi, Angehöriger der ungarischen Minderheit in Serbien, stellt seinen Romanerstling "Der Kadaverräumer" vor. Philipp Weiss - Rauriser Literaturpreisträger 2019 - erzählt in seinem fünfbändigen Romandebüt "Am Weltrand sitzen die Menschen und lachen" über Fortschritt und die drohende Selbstzerstörung der Menschheit.

Der Wiener Liedermacher und Dichter Ernst Molden wird bei "Amuse Bouche: Late Night" am Freitagabend im Gespräch mit dem Journalist Düsi Künzler über die Schnittstelle zwischen Literatur und Musik sprechen und auch musikalische wie literarische Beispiele dafür geben. Beim Sprachsalz-Talk im Medienturm Ablinger&Garber sprechen die beiden Schriftsteller Lorenz Langenegger und Gabriele Petricek am Sonntagvormittag darüber, "Wenn das Stille laut wird" - über die Poesie auf der Bühne und das Theater auf dem Papier.

(S E R V I C E - 17. Internationale Literaturtage Hall - "Sprachsalz", 6. bis 8. September in Hall in Tirol, http">www.sprachsalz.com">http://www.sprachsalz.com)

Quelle: APA

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