Literatur

"Unter der Drachenwand": Am Mondsee laufen die Fäden zusammen

Der österreichische Schriftsteller Arno Geiger schlägt aus dem Erleben realer Personen einen Roman vom Untergang des Nazi-Reichs.

 SN/österreich werbung/wolfgang weinhäupel

Im Jahr 1944, der Krieg ist längst verloren, bäumen sich die Hardliner des "Dritten Reichs" noch einmal zum erbitterten Widerstand gegen das Unvermeidliche auf. Ein Wehrmachtssoldat, im Russlandfeldzug verletzt, zieht sich zur Regeneration nach Mondsee zurück, wo sich auf überschaubarem Raum alle Widersprüche der Gesellschaft ablesen lassen. Für den Schriftsteller Arno Geiger, der seine Literatur in den harten Fakten der Zeitgeschichte verankert, bietet dies die Chance, an einem Personal, an dessen Gedanken- und Gefühlswelt man teilhaben darf, nachzuweisen, welch katastrophale und dauerhafte Wirkung eine mörderische Ideologie nach sich zieht.

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