Literatur

Wenn finstere Mächte wieder erstarken

In seinem jüngsten Roman lässt Peter Henisch seinen Protagonisten an der Welt krank werden.

Peter Henisch SN/APA/ROLAND SCHLAGER
Peter Henisch

Die Liebe des Autors Peter Henisch gilt den Zauderern und Grüblern, deren Platz sich am Rand der Gesellschaft befindet. Das ermächtigt sie dazu, all den Mitmachern im Zentrum des Geschehens das Zeugnis des Befremdlichen auszustellen. Wie aberwitzig sie agieren, erkennt erst einer, der von außen auf die Anpassungsrituale achtet. Das verleiht der Prosa etwas Spielerisches, weil sich Figuren, die nicht dazugehören, erlauben, sich regelwidrig zu verhalten. Es macht sie zu ernsten Kasperln mit dem Auftrag, Unvernunft in eine Welt zu bringen, zumal gerade die Vernunft diese an den Rand des Untergangs manövriert hat. Eine richtige Henisch-Figur rebelliert auf sanfte Art. Das macht sie sympathisch, kann aber auch kräftig schiefgehen.

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