Kultur

"Making Heimat"-Schau von Venedig nach Frankfurt

Auf der Architektur-Biennale in Venedig hat sich der deutsche Beitrag mit dem Wohnen für Flüchtlinge und Zuwanderer beschäftigt. Drei Monate nach Ende der Präsentation in der Lagunenstadt kommt die vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt organisierte Schau nun ins Stammhaus. "Making Heimat - Germany, Arrival Country" ist ab 4. März zu sehen.

Die Ausstellung wird jedoch ergänzt und fokussiert sich noch stärker auf Offenbach, wie DAM-Direktor Peter Cachola Schmal am Mittwoch in Frankfurt ankündigte. Die Venedig-Ausstellung hatte Offenbach mit seinem sehr hohen Anteil an Migranten als internationalste "Ankunftsstadt" Deutschlands gefeiert. In Frankfurt soll der Wohnungsbau in Offenbach und die Anstrengungen um Integration besonderer Schwerpunkt sein.

Auch der österreichische Beitrag in Venedig hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt: Unter dem Motto "Orte für Menschen" hat Kommissärin Elke Delugan-Meissl drei Wiener Architektur- und Designbüros eingeladen, Projektideen zu kurz-und langfristigen Verbesserungen der Lebensumstände für Geflüchtete zu schaffen.

Weiterer Höhepunkt im Ausstellungsjahr des DAM ist im November eine Schau, die sich weltweit zum ersten Mal dem "Betonbrutalismus" widmen wird. Dabei soll auch gezeigt werden, dass die öffentlich ungeliebten Betonmonster aus den 1970er Jahren wie etwa das inzwischen abgerissene Technische Rathaus in Frankfurt von jüngeren Architekten durchaus positiv beurteilt werden. Ins Frankfurter Haus kamen 2016 rund 72.000 Besucher. Das waren fast 13.000 weniger als ein Jahr zuvor. 2015 habe das DAM mit einer Ausstellung zu Frankfurter Hochhäusern starken Zulauf gehabt, sagte Schmal zum Rückgang.

Quelle: Apa/Dpa

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