Kultur

MoMA in New York stellt Werke muslimischer Künstler aus

Aus Protest gegen das von US-Präsident Donald Trump per Dekret verhängte Einreiseverbot hat das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) die Werke mehrerer Künstler ausgestellt, die aus mit dem Bann belegten Ländern stammen. Sieben Werke von Künstlern unter anderem aus dem Sudan, dem Irak und dem Iran werden im fünften Stock ausgestellt, wie die "New York Times" am Freitag berichtete.

Das geplante Verbot ist landesweit höchst umstritten.  SN/APA (AFP)/ANGELA WEISS
Das geplante Verbot ist landesweit höchst umstritten.

Zu sehen sind unter anderen Werke des Malers Ibrahim el-Salahi aus dem Sudan oder der irakischstämmigen Architektin Zaha Hadid. Die ebenfalls ausgestellte Malerin Tala Madani, der Bildhauer Parvis Tanavoli oder die Fotografin Shirana Shahbasi stammen aus dem Iran. Neben jedem dieser Werke ist eine Inschrift angebracht, die auf das Einreiseverbot hinweist: "Dieses Werk ist das eines Künstlers aus einem Land, dessen Bürger laut dem Präsidenten-Dekret vom 27. Jänner 2017 nicht mehr in die USA einreisen dürfen."

Um das Dekret hat sich inzwischen ein Rechtsstreit entbrannt: Nachdem ein Bundesrichter am Freitag die Einreiseverbote per einstweiliger Verfügung stoppte, kündigte das Weiße Haus an, dagegen juristisch vorgehen zu wollen.

Quelle: Apa/Ag.

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