Musik

Diener des Sounds: Schlagzeuger Jon Christensen ist tot

Ein Mann, der alles konnte und gerne im Team spielte. Der norwegische Drummer starb im Alter von 76 Jahren.

Drummer Jon Christensen. SN/roberto masotti
Drummer Jon Christensen.

Er war einer großen Schlagzeuger des Modern Jazz und der Improvisation: der Norweger Jon Christensen. Er starb am Dienstag im Alter von 76 Jahren. Dies teilte sein Label ECM in einer Aussendung mit. Nachdem er sich das Schlagzeug-Spiel selbst beigebracht hatte, verfeinerte er seinen Stil unter anderem mit Größen wie Bud Powell, Don Ellis, Ben Webster, Stan Getz, Kenny Dorham and Dexter Gordon. Christensen war maßgeblich beteiligt, dass sich in Norwegen eine neue Jazz-Generation um Jan Garbarek, Terje Rypdal and Arild Andersen etablierte. Ab 1974 war er auch Teil im europäischen Quartett von Keith Jarrett mit Jan Garbarek und Palle Danielsson.

1970 nahm er erstmals für das Label ECM auf. Es folgten bis heute 17 weitere Alben unter anderem mit dem Charles Lloyd Quartet, dem Enrico Rava Quartet oder Dino Saluzzi. Christensen war stets Teamplayer. ein Diener des Sounds, der es bestens verstand, sich mühelos in verschiedene Kontexte einzufügen. Nur einmal war bei ECM ein Album unter seinem eigenen Namen erschienen.

Bereits 1967 wurde er mit dem Buddyprisen des norwegischen Jazzforums geehrt. Für sein mit Knut Riisnas eingespieltes Album "Featuring John Scofield and Palle Danielsson" erhielt er 1992 den norwegischen Schallplattenpreis. Von der Vereinigung norwegischer Jazzmusiker wurde er 1993 zum "Jazzmusiker des Jahres" erklärt.

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