Musik

Kammerer und Kobel sind ab sofort Kammersänger

"Sie sind ein Teil des kulturellen Reichtums, der Österreich ausmacht", würdigte Montagnachmittag Jürgen Meindl, Leiter der Sektion Kunst und Kultur im Bundeskanzleramt, den Bariton Hans Peter Kammerer und den Tenor Benedikt Kobel in der Wiener Staatsoper. Anlass für die verbalen Rosen war die Verleihung des Titels "Kammersänger" an die beiden Ensemblestützen.

Direktor Dominique Meyer, der die Verleihung vornahm, hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Geehrten für das Ensemble der Staatsoper heraus, wobei beide auch abseits der Bühne größten Einsatz zeigten. Schließlich begeistere Benedikt Kobel als humorvoller Karikaturist, der schon zahlreiche Veröffentlichungen vorweisen kann, während Hans Peter Kammerer als Betriebsrat und Solistenverbandsvertreter auch auf sozialpolitischer Ebene tätig ist.

Kammerer ist gebürtiger Südtiroler, der am 2. April 1965 in Bruneck zur Welt kam und später an der Musikhochschule Wien studierte. Nach Engagements an der Wiener Kammeroper, bei den Bregenzer Festspielen und Häusern wie der Staatsoper Berlin, der Brüsseler La Monnaie oder der Opera Bastille wurde er 1994 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Insgesamt verkörperte er im Haus am Ring bis dato 70 Partien in mehr als 800 Vorstellungen und ist aktuell in der Premierenserie des "Freischütz" als Samiel zu erleben.

Benedikt Kobel hingegen stammt aus Wien und war nach dem dortigen Studium an Häusern wie der Semperoper, dem Gärtnerplatztheater in München oder der Arena di Verona zu hören. Nach seinem Debüt an der Staatsoper 1986 wurde er 1991 ins Ensemble des Hauses aufgenommen. Insgesamt verzeichnet das Archiv der Staatsoper bisher knapp 100 Partien Kobels in über 1.200 Vorstellungen.

Quelle: APA

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