Musik

Kein Snow Jazz in Gastein, aber reichlich gute Musik

Pianistin Anna Maurer gastiert heute mit ihrem Trio im Sägewerk.  SN/jazz im sägewerk
Pianistin Anna Maurer gastiert heute mit ihrem Trio im Sägewerk.

Eigentlich hätte der Spätwinter zwei Publikumsmagneten - und mit ihnen zigtausend Fans - nach Bad Hofgastein gelockt. Vor wenigen Tagen wurden jedoch die Freiluftkonzerte von Helene Fischer und den Ärzten abgesagt - Massenveranstaltung und Omikron sind nicht wirklich kompatibel.

Auch das Snow-Jazz-Festival ist von den Unwägbarkeiten betroffen: Die 20. Ausgabe, die bereits im Vorjahr dem Lockdown zum Opfer fiel, wurde heuer erneut abgesagt. "Ich habe die Entscheidung gemeinsam mit Tourismusverband und Gasteiner Bergbahnen als Veranstalter gefällt", sagt der Programmkoordinator und künstlerische Leiter Sepp Grabmaier. "Es hat einfach keinen Sinn. Die Summe an Maßnahmen erschwert die Organisation eines internationalen Festivals." Künstler wie Luciano Biondini aus Italien oder Dave Kikoski aus den USA wären zur zehntägigen Jubiläumsausgabe angereist, doch für einen weltumspannenden Jazzreigen wäre Stabilität nötig. Die ist aus Sicht der Veranstalter nicht gegeben. "Dabei hatten wir heuer so viele Kartenreservierungen wie noch nie", sagt Grabmaier. Der Konzertbeginn um 20.30 Uhr sei bewusst gewählt, um Skigästen zuvor ein stressfreies Abendessen im Hotel zu ermöglichen. Mit einer Sperrstunde um 22 Uhr lasse sich das nicht vereinbaren. Einige Snow-Jazz-Konzerte sollen nun im Sommer im Merangarten und im Herbst im Sägewerk nachgeholt werden.

Die Konzertsaison im Hofgasteiner Jazzclub wird jedoch plangemäß fortgesetzt. Heute, Freitag, ist das Trio rund um Pianistin Anna Maurer zu Gast. Die Kompositionen der gebürtigen Oberösterreicherin, die mit Yasmo & Die Klangkantine auch Pop-Bühnen bespielt, erinnern in ihrer Eingängigkeit an das Esbjörn Svensson Trio. Österreichische Formationen wie "Purple Is the Colour" und "Auf Messers Schneide" prägen auch den Februar. Wenn der Schnee in Gastein zu schmelzen beginnt, versprühen Small Kingdom aus Südafrika (1. 4.) und Peter Kronreifs Wayfarer (9. 4.) das Flair der weiten Jazzwelt.

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