Musik

Neues Album von Igor Levit: So fresh klingt die strenge Form der Fuge

Igor Levit beschert mit der Neueinspielung der epochalen 24 Präludien und Fugen von Dmitri Schostakowitsch eine Grenzerfahrung.

Igor Le vit begibt sich wieder auf die pianistische Langstrecke. SN/sony/felix broede
Igor Le vit begibt sich wieder auf die pianistische Langstrecke.

Die Musik von Dmitri Schostakowitsch erzielt eine ähnliche Wirkung wie Radiohead-Alben: Selbst an einem sonnigen Spätsommertag macht sich ein unangenehmes Gefühl der Kälte breit. Während die Kultband um Thom Yorke den Soundtrack zur emotionalen Vereinsamung im digitalen Zeitalter kreiert, setzt der sowjetische Komponist die Unerbittlichkeit sibirischen Dauerfrosts in Töne. Die Furcht vor dem Gulag treibt Schostakowitsch jahrzehntelang um. Die überzeichneten Fratzen des Expressionismus weichen zusehends elegischen Seelen-Landschaften, wie 2011 die Festspiel-Integrale aller 15 Streichquartette eindrucksvoll bewies. Der Konzertsaal schien mitten ...

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Aufgerufen am 18.09.2021 um 03:03 auf https://www.sn.at/kultur/musik/neues-album-von-igor-levit-so-fresh-klingt-die-strenge-form-der-fuge-109466653