Musik

Österreichischer Musiktheaterpreis erstmals in Graz vergeben

In der Grazer Oper ist am Dienstagabend der Österreichische Musiktheaterpreis vergeben worden. Die Verleihung der 19 goldenen Schikaneder fand dabei erstmals außerhalb von Wien statt. Mit den Hauptpreisen wurden Anna-Maria Kalesidis und Ales Briscein ausgezeichnet. Countertenorstar Jochen Kowalski erhielt den Preis für die beste männliche Nebenrolle.

47 Nominierungen gab es heuer, 19 Künstlerinnen und Künstler konnten schließlich die neugestaltete Schikaneder-Figur nach Hause tragen. Anna-Maria Kalesidis hatte als Rusalka in einer Hauptrolle am Tiroler Landestheater überzeugt, während Ales Briscein für seine Gestaltung der Titelpartie in "Der Zwerg" an der Grazer Oper den Preis gewann.

Die Wiener Volksoper räumte gleich vier der Auszeichnungen für die Produktion "Axel an der Himmelstür" ab. Sie gewann in der Kategorien "Beste Gesamtproduktion Operette" und "Beste Ausstattung" (Sam Madwar, Daria Kornysheva, Andreas Ivancsics), außerdem wurden Regisseur Peter Lund und Jakob Semotan ("Bester männlicher Nachwuchs") geehrt.

An das Tiroler Landestheater ging nicht nur der Preis für die beste Hauptdarstellerin, sondern auch der für die beste Nebendarstellerin (Camilla Lehmeier als Cherubino). Die Innsbrucker Aufführung von "Capriccio" wurde ebenso wie die "Salome" am Stadttheater Klagenfurt zur "Beste Gesamtproduktion Oper" gewählt.

Der Gastgeber, die Oper Graz, wurde außer mit dem Hauptrollen-Preis noch mit einer Auszeichnung für den besten weiblichen Nachwuchs bedacht, die an Tetiana Miyus für ihre Lisette in "La Rondine" ging. Jochen Kowalski, Countertenor-Veteran der Extraklasse, wurde für seine Interpretation in "Hamlet" im Theater an der Wien als mit dem Schikaneder für die beste männliche Nebenrolle ausgezeichnet.

Ebenfalls zwei Preise gingen nach Linz ans Landestheater: "Beste Gesamtproduktion Musical" wurde "In 80 Tagen um die Welt", "Beste Gesamtproduktion Ballett" wurde "Die kleine Meerjungfrau", als beste Dirigentin wurde Mirga Grazinyte-Tyla für "Idomeneo" am Salzburger Landestheater ausgewählt. Und die Neue Oper Wien erhielt den Off-Theaterpreis für "Pallas Athene weint".

Weitere Preise gingen an Kurt Rydl (Lebenswerk), Thomas Hampson (ORF-III-Medienpreis), den Arnold Schoenberg Chor und das Orchester der Volksoper Wien. Den Ehrenpreis für musikalische Vermittlung erhielten das "Global Symphony Orchestra" und Dirigent Mak Ka Lok.

"Die Verleihung in Graz ist der Auftakt einer Reise in alle Bundesländer, um näher an die Schauplätze kultureller Exzellenz zu rücken und den Bühnen selbst eine neue Bühne zu bieten", erläuterte Österreichischer-Musiktheaterpreis-Präsident Karl-Michael Ebner die Pläne der kommenden Jahre. 2019 findet die Verleihung des Österreichischen Musiktheaterpreises dann im Tiroler Landestheater in Innsbruck statt.

Quelle: APA

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