Musik

Schuberts "Winterreise": Wenn das Eis das Herz zerbricht

Franz Schuberts "Winterreise" gilt gemeinhin als Gipfel der Liedkunst. Der Tenor Julian Prégardien und sein pianistischer Wegbegleiter Lars Vogt erklommen ihn im Salzburger Mozarteum mit Bravour.

Tenor Julian Prégardien. SN/borggreve
Tenor Julian Prégardien.

"Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh' ich wieder aus": Das ist die eröffnende Chiffre für die Reise eines enttäuschten Liebenden ins Nirgendwo. Der Winter ist die Metapher dafür, wie das Eis das heiße Herz zerbricht, die Kälte das Gefühl ersterben lässt. Das trotzige Aufbegehren bis noch vor das trostlose Ende ("Der Leiermann") bricht sich zwischendurch dennoch mehrmals vehement Bahn: "Will kein Gott auf Erden sein, / Sind wir selber Götter!" Die Winter- als Lebensreise: Sie beschreibt eine ultimative existenzielle Krise.

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