Musik

Weltgeist und Christgeist kämpfen um den lauen Christen

Mozarts Singspiel "Die Schuldigkeit des ersten Gebots": Ein elfjähriger Wunderknabe komponiert Musik zur Erbauung.

„Christgeist“ Michael Schade. SN/taw
„Christgeist“ Michael Schade.

Richard Wagner war schuld, dass heuer der "Osterklang", Roland Geyers Festivalerfindung und Einstieg in seine Intendantenkarriere im Theater an der Wien, nur kurz aufblitzt, statt Ostern mit mehr oder weniger kontemplativen Konzerten zu veredeln. Die "Ring"-Produktion hat sogar in der dreiteiligen "Sparfassung" wohl Geyers Budget überbelastet, abgesehen davon, dass derzeit im Theater an der Wien Gottfried von Einems "Besuch der alten Dame" erfolgreich läuft. Aber einen Rest gab es dennoch, quasi als Gedenkfeier für den 2016 verstorbenen Nikolaus Harnoncourt. Dieser hatte 2006 Mozarts Talentprobe "Die Schuldigkeit des ersten Gebots" szenisch aufgeführt. Am Dienstag war wieder Harnoncourts wertvolles Erbe, der Concentus Musicus, im Theater an der Wien zugange. Auf der nackten Bühne wurde von fünf Darstellern gesungen und der Text ein wenig mit Bewegung und Gerätschaften "illustriert".

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