Kultur

Nekropolis in Felsenstadt Perperikon in Bulgarien freigelegt

In der auf Naturfelsen angelegten antiken Stadt Perperikon in Bulgarien ist eine riesige Grabstätte freigelegt worden. Bei der Bischofsbasilika auf dem 470 Meter hohen Felsberg im Südosten des Balkanlandes seien Menschen in mehreren Epochen beigesetzt worden.

"Die Nekropolis war derart populär, so dass die Menschen buchstäblich aufeinander bestattet wurden", erläuterte der renommierte bulgarische Archäologe Nikolaj Owtscharow am Dienstag im Fernsehsender bTV. Die Totenstadt auf Perperikon ist der sensationelle Fund der diesjährigen Grabungskampagne Owtscharows.

Die bis zu vier Schichten von Grabkammern wurden durch Steinplatten voneinander getrennt. In den Gräbern fand Owtscharows Team persönliche Gegenstände der Toten sowie Schmuck. Ein Ohrring kam sogar vor laufender bTV-Kamera zu Tage.

Nach 18-jährigen Ausgrabungen wurde Perperikons Geschichte bis in die Kupferzeit nachvollzogen. Auch die antiken Thraker hatten eine heilige Stätte auf dem Felsberg, der rund 250 Kilometer südöstlich der bulgarischen Hauptstadt Sofia liegt. Die Felsenstadt war auch von Römern, Goten, Byzantinern und Bulgaren besiedelt. Die Bulgaren errichteten auf dem Felsberg ein mittelalterliches Schloss. Die Bischofsbasilika auf Perperikon stammt aus dem 5. Jahrhundert.

Quelle: Apa/Dpa

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