Kultur

Opernstar Rolando Villazón neuer Intendant der Salzburger Mozartwoche

Ab 2019 trägt die Mozartwoche die Handschrift des Opernsängers, Regisseurs und Schriftstellers.

Die Stiftung Mozarteum hat Rolando Villazón als neuen Intendanten der
Mozartwoche Salzburg engagiert. Der Opernsänger, Regisseur und Schriftsteller übernimmt mit 1. Juli 2017 die künstlerische Leitung des renommierten Festivals. Das teilte die Stiftung am Montag mit.

Villazón folgt Maren Hofmeister nach, die ihre Tätigkeit als Leiterin der Stiftung Mozarteum sowie der Mozartwoche zum Frühjahr 2018 beendet. Sie zeichnet noch für das Festival 2018 verantwortlich.

Bei der diesjährigen Mozartwoche war der Opernstar Villazón bereits als erster internationaler "Mozart-Botschafter" der Stiftung für einen Zeitraum von drei Jahren präsentiert worden.

Die erste komplett von Villazón konzipierte Mozartwoche wird nach Angaben der Stiftung Mozarteum 2019 stattfinden, sein Vertrag laufe zunächst über fünf Mozartwochen bis 2023.
"Wolfgang Amadé Mozart ist einer der liebsten Freunde der gesamten Menschheit", sagte Villazón zu seinem Engagement. "Es gibt keinen anderen Komponisten, der gleichermaßen so bewundert und geliebt wird. Ich fühle mich glücklich, geehrt und dankbar, mich der enormen Verantwortung zu stellen, dem Meister als neuer Intendant der Mozartwoche, dem bedeutendsten Mozart-Festival der
Welt, zu dienen."
Dass dies in Salzburg passiere, Mozarts Geburtsort und einer Stadt, die solch wunderbaren Einfluss auf mein Leben und meine Karriere genommen habe, mache dieses Abenteuer noch besonderer, ergänzte er. "Viva Mozart!"

Johannes Honsig-Erlenburg, Präsident der Stiftung Mozarteum, unterstreicht die besondere Beziehung zwischen der Stiftung Mozarteum und dem neuen künstlerischen Leiter der Mozartwoche: "Mozart und Villazón, das ist die wahrscheinlich außergewöhnlichste, gleichzeitig innigste und aufregendste Liebesbeziehung, die der Stiftung Mozarteum passieren konnte! Was für
eine Chance, die sich hier bietet, Mozart in seiner Vielfalt und Tiefe neu zu entdecken!"

Die scheidende künstlerische Leiterin Maren Hofmeister hatte ihr Amt erst am 15. April 2016 übernommen. Sie war Matthias Schulz nachgefolgt, der nach Berlin abgewandert war. Das Programm der Mozartwoche 2018 sollte ihre erste Visitenkarte sein.

Als im April dieses Jahres bereits überraschend die Auflösung des Vertrages bekannt wurde, verwiesen sowohl Johannes Honsig-Erlenburg als Präsident der Stiftung als auch Maren Hofmeister darauf, dass man über die Gründe Stillschweigen vereinbart habe und dass man den Vertrag "in beiderseitigem Einvernehmen" löse.

Stiftung baut ihre Struktur um

Während ein neuer Intendant für die Mozartwoche nun gefunden ist, soll die Position einer künstlerischen Geschäftsführung für den gesamten Tätigkeitsbereich der Stiftung künftig nicht mehr nominell besetzt werden. Stattdessen sollen die einzelnen Bereiche - Konzert, Wissenschaft, Museen, Auslandsbeziehungen - gestärkt und die jeweilige kaufmännische Verantwortung aufgewertet werden.

Für das Festival rund um Mozarts Todestag, die "Dialoge" zwischen Mozart und Moderne, will die Stiftung sich ein (auch mehrjähriges) Kuratorenmodell überlegen, wie Johannes Honsig-Erlenburg im SN-Gespräch bekannt gab.

Quelle: SN

Aufgerufen am 16.08.2018 um 02:49 auf https://www.sn.at/kultur/opernstar-rolando-villazn-neuer-intendant-der-salzburger-mozartwoche-13604635

Von der Sehnsucht nach Schiffen

Von der Sehnsucht nach Schiffen

Assistenten und Co-Lehrende der Salzburger Sommerakademie stehen oft im Schatten der bekannten Künstlergrößen, die dort unterrichten. Ihnen bietet das "Periscope" mit "shifting point(s)" eine Bühne. Zart, …

Lernen im Sommer, bis zu sieben Stunden am Tag

Lernen im Sommer, bis zu sieben Stunden am Tag

Kaum ist der August angebrochen, geht das Geschäft mit der Nachhilfe los. 3271 Wiederholungsprüfungen werden laut Land Salzburg an den Schulen im Bundesland Salzburg im September abgehalten. An den AHS sind …

Sie bringt Witwen im Kongo Arbeit

Sie bringt Witwen im Kongo Arbeit

Flüchtlingen in ihrer Heimat helfen: Das fordern Politiker seit Jahren. Eine Jungunternehmerin will das jetzt umsetzen - von Salzburg aus. "Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen": Das ist seit Ausbruch der …

Schlagzeilen