Kultur

Philipp Schönborn sinniert im KHM über das Museum an sich

Die Museumssammlung als solches reflektiert Philipp Schönborn ab Dienstag im Museum - unter dem prosaischen Titel "Sammlung". 16 großformatige Tableaus zeigt der 74-Jährige im Kunsthistorischen Museum (KHM). Und kaum jemand wäre zu dieser Thematik berufener als der Bruder von Kardinal Christoph Schönborn, hat sich der Künstler doch als Fotograf von Kunstwerken einen Namen gemacht.

Bruder von Kardinal Schönborn zeigt seine "Sammlung" im KHM.  SN/APA/CLAUDIA PIETRZAK
Bruder von Kardinal Schönborn zeigt seine "Sammlung" im KHM.

Die 16 Arbeiten im Bassanosaal, entstanden zwischen 2007 und 2015, widmen sich dabei konkreten Sammlungsbeständen, die Schönborn entkontextualisiert. Korrespondierende Ausschnitte aus Gemälden, ähnliche Ornamente oder sich gleichende Farbfelder setzt der Fotograf in Szene, lichtet sie in einzelnen Rahmen ab und verbindet diese zu großen Bildkompendien.

"Gold 2015" vereint etwa Rosettenelemente aus den Beständen des KHM, während "Steine 2015" dem benachbarten Naturhistorischen Museum huldigt. Marienköpfe der Alten Pinakothek München hängen da einträchtig neben "Busen 2012" aus dem Alten Museum Berlin. Und "Hände 2014" vereint entsprechende Gemäldeteile aus dem KHM zu einem vielhändigen Ballett.

So entsteht in der geordneten Vielfalt und der scheinbaren Zufälligkeit eine Reflexion über das Museum als Sammlungsort an sich. "Sammlung" ist dabei sowohl Präsentation von Kunst als auch selbst Kunst.

Quelle: APA

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