Kultur

Riccardo Muti würdigt seine enge Beziehung zu Österreich

Vor seinem Comeback an der Scala nach zwölf Jahren Abwesenheit bekundet Dirigent Riccardo Muti seine große Liebe für Österreich.

Muti bei seinem jüngsten Auftritt in der Hamburger Elbphilharmonie.  SN/APA (dpa)/Markus Scholz
Muti bei seinem jüngsten Auftritt in der Hamburger Elbphilharmonie.

"Österreich ist das Land, das mir die meisten Auszeichnungen verliehen hat", sagte der 75-Jährige im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Il Giornale" am Dienstag. Seit 47 Jahren arbeite er mit den Wiener Philharmonikern ununterbrochen zusammen.

"Ich bin Ehrenmitglied des Verbands der Musikfreunde und der Staatsoper. Ich bin stolz, dass die Wiener Philharmoniker wissen, dass wir gemeinsam ihr heiligstes Erbe wach halten können, den 'Klang'. Ein Klang, den ich bei drei Musikergenerationen gehört habe", kommentierte Muti.

Intensiv arbeitet der gebürtige Neapolitaner an der Aufführung der "Aida" bei den Salzburger Festspielen im kommenden Sommer. Die Hauptrolle übernimmt Anna Netrebko. Die Zusammenarbeit mit der iranischen Regisseurin Shirin Neshat funktioniere bestens. "Sie teilt meine Idee einer nicht gigantischen Oper, genau wie ich sie mit Giorgio Strehler entworfen hatte. Leider ist Strehler gestorben, bevor wir das Projekt verwirklichen konnten", betonte Muti.

Am kommenden Freitag und Samstag sind zwei Konzerte des Dirigenten mit dem Chicago Symphony Orchestra vorgesehen. 2005 war Muti nach fast 20 Jahren als Musikdirektor im Streit mit dem damaligen Intendanten Carlo Fontana geschieden. Seitdem hatte er nicht mehr an der Scala dirigiert.

Es sei noch zu früh, um von seinem endgültigen Comeback in Mailand zu sprechen. "Scala-Intendant Alexander Pereira setzt sich für meine Rückkehr ein, doch das hängt von vielen Faktoren ab: Meine Termine mit dem Chicago Symphony Orchestra und mit den Wiener Philharmonikern, mit denen ich 47 Jahre ununterbrochene Tätigkeit feiere", erklärte Muti.

Quelle: APA

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