Kultur

Rodin hat Hofmannsthal und Rilke inspiriert

Auguste Rodin: Oberer Teil von „Der Held (Der Mensch und sein Genius)“, um 1896, Bronzeguss 1900.  SN/nationalgalerie – staatliche museen zu berlin / andres kilger
Auguste Rodin: Oberer Teil von „Der Held (Der Mensch und sein Genius)“, um 1896, Bronzeguss 1900.

"Der Mensch und sein Genius" ist eine sonderbare Bronzestatuette. Denn der "Mensch" ist ein muskulöser nackter Mann; und aus diesem wächst eine nackte Frau, noch kopflos, allerdings mit einem Flügel, den sie aus dem Gehirn des Mannes bezieht. "Sein Genius" ist also weiblich? Diese Figur von August Rodin ist aus zwei weiteren Gründen bemerkenswert. Sie steht ab heute, Freitag, dem 100. Todestag ihres Schöpfers, im Zentrum einer neuen Ausstellung in Berlin. Und: Zwanzig Jahre sei "Der Mensch und sein Genius" auf dem Schreibtisch Hugo von Hofmannsthals in Rodaun gestanden, um den österreichischen Autor zu inspirieren, heißt es in den Erläuterungen der Alten Nationalgalerie. Als Hofmannsthal in Finanznot gekommen sei, habe Rainer Maria Rilke den Verkauf an einen Schweizer Sammler vermittelt. Von dort gelangte sie später nach Berlin.

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