Kultur

Salzburger Kulturvereinigung 2017/18 mit Stars und Talenten

Die Salzburger Kulturvereinigung feiert heuer ihr 70-jähriges Bestehen mit einem Programm, das einen Mix aus bekannten Stars der Konzertszene und vielen jungen Talenten an die Salzach bringt. "Wir spielen das klassisch-romantische Segment, sind aber auch offen für Neues, um Barrieren abzubauen", sagte die künstlerische Geschäftsführerin Elisabeth Fuchs am Mittwoch bei der Programmvorstellung.

Star-Dirigent Daniel Harding wird in Salzburg dirigieren.  SN/APA (Archiv/AFP)/MANDY CHENG
Star-Dirigent Daniel Harding wird in Salzburg dirigieren.

Diese Mischung aus Bekanntem und Neuem ist ein Erfolgsrezept der Dirigentin: In der Saison 2016 kamen zu den 89 Veranstaltungen der Kulturvereinigung insgesamt 83.000 Besucher. "Wir sind Salzburgs führender Konzertveranstalter", sagte Fuchs mit Stolz. Trotz steigender Besucher und einer Auslastung der Abonnement-Konzerte von 94 Prozent klagt die Kulturvereinigung über ein zu geringes Budget. "Qualität kostet Geld", betonte Hans Schinwald, Präsident der Kulturvereinigung: "Wir brauchen eine stärkere Unterstützung der öffentlichen Hand." Derzeit machen die Förderungen nur sechs Prozent des Gesamtbudgets aus, kündigte Schinwald Gespräche mit Stadt und Land Salzburg an. Außerdem will man mehr fördernde Mitglieder gewinnen.

Ihr Jubiläum feiert die Kulturinstitution, die 1947 gegründet wurde, mit der Ausstellung "Von Salzburg nach Nazareth" des Malers Johann Weyringer und einem Konzert des Mozarteumorchesters, das seit Jahrzehnten ein enger Partner ist. Am Programm stehen Smetanas "Die Moldau" und Tschaikowskys Symphonie Nr. 5 e-Moll sowie Mozarts Konzert für Klavier und Orchester Nr. 20 d-Moll, KV 466. "Es ist das Lieblingswerk unseres Langzeit-Generalsekretärs Heinz Erich Klier", begründete Fuchs die Wahl. Es sei ein Geschenk für seine Aufbauarbeit. Die anderen beiden Werke standen schon auf dem Programm des ersten Konzerts. Das Jubiläumskonzert findet am 11. Oktober statt.

Die neue Saison beginnt mit einem Wiedersehen mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra unter Daniel Harding. Er gehöre zu den Top-10-Dirigenten der Welt, freute sich Fuchs über die Zusage, im Mai drei Konzerte zu spielen. Als Solist konnte der US-amerikanische Stargeiger Joshua Bell gewonnen werden. Im Herbst geht es mit Konzerten des Mozarteumorchesters weiter. Dabei wird der aufstrebende Wiener Geiger Emmanuel Tjeknavorian Violinkonzerte von Beethoven und Sibelius spielen.

Die vielfach preisgekrönte "Teufelsgeigerin" Leticia Moreno wird im Oktober mit dem Orquestra de Cadaques für spanisches Flair im Großen Festspielhaus sorgen. Brussels Philharmonic kommt mit dem französischen Starcellisten Gautier Capucon, die Ungarische Nationalphilharmonie mit dem bekannten Oboisten Francois Leleux. Der lettische Cellist Mischa Maisky spielt mit dem SWR Symphonieorchester unter dem aufstrebenden jungen Dirigenten Aziz Shokhakimov die erste Symphonie von Schostakowitsch.

Das Salzburger Straßentheater, seit vier Jahrzehnten fixer Bestandteil der Kulturvereinigung, nimmt sich heuer mit "Der Vorname" von Matthieu Delaporte eine Gesellschaftskomödie vor. Bei den Kulturtagen im Herbst plant Fuchs wieder ein Crossover-Projekt: Der Sänger Mano Ezoh wird mit der Philharmonie Salzburg und rund 250 Chorsängern mit "Soul meets Classic" auf der Bühne stehen. Es werde ein Abend zum Mitsingen, verspricht Fuchs. Die beliebten Silvester- und Neujahrskonzerte sowie die Schüler- und Lehrlingskonzerte runden das Programm für die Saison 2017/18 ab.

(APA)

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