Kultur

Stefan Zweig haderte mit dem Ausweis

"Alberne Reiseformalitäten" und "Zoll-Idioten" beklagte Stefan Zweig im Exil. Die zermürbende Rastlosigkeit des Flüchtlings spiegelt sich in seinen Büchern.

Ist es ein bemüht korrekter Blick, den Stefan Zweig aufsetzt? Lauert Verachtung in diesem Lächeln? Oder blitzt aus dem Gesicht der Horror der Einreise- und Aufenthalts-Bürokratie, mit denen der Flüchtling seit Monaten gehadert hat? Einige Wochen zuvor - noch in New York - hatte er "alberne Reiseformalitäten" und "Zoll-Idioten" beklagt, die ihm die Zeit stählen. In seiner Stefan-Zweig-Biografie berichtet Oliver Matuschek zudem, wie verbittert der Schriftsteller, sechs Jahre nachdem er Salzburg verlassen hatte, da bekannte: "Das lohnt sich alles nicht."

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